Verfasst von: reisenimkopf | Juni 1, 2010

Dankbar

Als ich heute vormittag zu den Klängen von Reamonn, Tim McGraw und Regina Spektor an der Mur entlanggelaufen bin, da hat sich ganz plötzlich dieser Grinser auf mein Gesicht geschlichen, der nicht mehr weg wollte, und ich war auf einmal so wahnsinnig dankbar.

Dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit habe, an einem Dienstag vormittag laufen zu gehen und nicht in einem stickigen Büro sitzen muss.

Dankbar dafür, dass ich, wenn ich wollte, jeden Tag laufen gehen könnte, anstatt ins Büro.

Dankbar, dass ich in dieser wunderbaren Stadt lebe, in der sich mir so viele neue Möglichkeiten bieten.

Dankbar, dass ich lebe…..

Ich war so oft und so lange unzufrieden, ohne genau zu wissen, warum. Hab immer nach mehr gestrebt, nach etwas Besserem. Die kleinen Dinge aber sind es, die unser Leben zu dem machen, was es ist: nämlich absolut lebenswert!

Dankbar für diese Erkenntnis!

Verfasst von: reisenimkopf | Mai 25, 2010

Erstaunliches

Ich finde es immer wieder erstaunlich wieviel Denkanstöße und Erkenntnisse man durch ein einziges Gespräch erhalten kann.

Genauso ein Gespräch hat sich heute eher zufällig zwischen mir und meiner lieben Freundin und Kollegin entwickelt. Altersmäßig trennen uns 22 Jahre, eine ganze Generation, gedanklich und gefühlsmäßig ist mir im Moment wohl niemand so nahe wie sie.

Wie kann es sein, dass zwei so unterschiedlichen Frauen, unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Vergangenheit zum gleichen Zeitpunkt die Sicherungen rausfliegen und sie über Dinge nachzudenken beginnen, die bisher immer so klar waren?

Wir sind auf keinen grünen Zweig gekommen. Trotzdem: Schön zu wissen, dass man nicht allein dasteht!

Verfasst von: reisenimkopf | Mai 20, 2010

Where the hell…

… is Matt?

Einfach nur genial und sonst gar nichts!

Verfasst von: reisenimkopf | Mai 19, 2010

Manchmal

Hin und wieder lasse ich mich dazu hinreissen und schreibe ein Gedicht. Meist wenns mir schlecht geht, oder ich über irgendetwas nachdenken muss. Wenn ich auf keinen grünen Zweig komme und sich meine Gedanken überschlagen. Wenn der Kopf frei sein muss und es aber nicht kann, weil das Herz da auch noch ein Wörtchen mitzureden hat.

Dann kommen hin und wieder Sachen raus wie dieses hier:

Manchmal ist ein Lächeln

Ein Wort

Ein Blick

Eben genau das und nicht mehr

Ein Lächeln

Ein Wort

Ein Blick

Manchmal aber

reicht schon der Zauber eines einzigen Augenblicks

und ein Lächeln

wird zu einem Lachen

Ein Wort

wird zum Gedicht

Und ein Blick

berührt das Herz.

Manchmal nur

Manchmal nicht


Verfasst von: reisenimkopf | Mai 17, 2010

Nicht ganz so lustig…

… ist es, wenn man mit schmerzendem Hals und schummrigem Kopf die Geographie Spaniens  auswendig lernen soll, weil man seine Note durch glänzende Leistungen in Landeskunde vielleicht noch mal ein bisschen verbessern könnte (was kein Fehler wäre).

Hilft aber alles nichts, da muss ich jetzt durch. Zumindest kann ich mich dazu auf der Couch verkriechen und in meine Decke einwickeln und den letzten „Maple Leaf Tea“ aus Kanada dazu trinken. Wenn man will, kann man überall das Positive sehen. ;-) Bin dann mal wieder weg!

Verfasst von: reisenimkopf | Mai 16, 2010

Oh…

… fast zwei Jahre schon!

So lang hab ich hier nichts mehr geschrieben. Und das macht mich im Moment ein bisschen nachdenklich.

Ich habe diesen Blog begonnen, weil ich damit Erinnerungen festhalten, und meine Sehnsucht stillen wollte. Die Sehnsucht, sofort wieder meinen Rucksack zu packen und in die Welt hinauszuziehen. Es ist mir nicht gelungen, ganz im Gegenteil, mit den paar Einträgen, die ich verfasst habe, wurde sie nur noch größer und das „hierbleiben müssen“ fast unerträglich. Darum habe ich es irgendwann gelassen.

Seither hat sich in meinem Leben viel verändert. Ich habe meinen Job, der zwar gutes Geld, aber nie die richtige Befriedigung gebracht hat, gekündigt. Ich bin in eine neue Stadt gezogen, in die Stadt in die ich mich mit 19 Jahren unsterblich verliebt habe – nach Graz. Ich habe es gewagt, mir einen Traum zu erfüllen und bin mit meinen 30 Jahren noch mal auf die Uni gegangen und studiere im Moment Ungarisch und Spanisch im zweiten Semester, in der Hoffnung irgendwann einmal als freie Übersetzerin Fuss fassen zu können.

Ich träume immer noch vom Reisen und von meinem Hippiebus, mit dem ich irgendwann die Welt erobern möchte. Aber im Gegenzug zu früher fühle ich mich im Moment auch hier wo ich bin einfach angekommen. Zuhause. Vom ersten Tag an. Und das ist ein schönes Gefühl.

Ich habe endlich die Freiheit von der ich immer geträumt habe. Und ich habe wieder Lust zu schreiben.  Übers Reisen. Über Träume vom Reisen. Und auch einfach übers Hier und Jetzt. Weils auch hier und jetzt verdammt genial ist.

Verfasst von: reisenimkopf | August 19, 2008

Schwarztee mit Milch

Ich sitze an meinem Schreibtisch, zum Frühstück einen Schwarztee mit Milch, und meine Gedanken schweifen schon wieder ab.
Schwarztee mit Milch ist so eine Sache. Einerseits eine wunderschöne, andererseits auch ein klein wenig… hm…. mit Wehmut angehaucht.
Denn ich  sehe mich bei jedem Schluck, bei jedem Mal wo mir der typische Duft in die Nase steigt in einer heruntergekommenen Farmküche in der Nähe von Alice Springs sitzen. Vollkommen fertig, weil bereits zwei Stunden ungewohnte körperliche Arbeit in der schon am Morgen ziemlich aggressiven Sonne hinter mir liegen, verschwitzt und schmutzig und wahrscheinlich auch mit der ein oder anderen kleinen Verletzung.
Aber dennoch, irgendwie im Reinen mit mir selber und der Welt.
Verfasst von: reisenimkopf | Juli 10, 2008

Nimbin

Nimbin ist schwer zu beschreiben, wenn man es nicht kennt. Ich werde mich bemühen, es so gut wie möglich hinzubekommen.

Eins gleich vorneweg: Nimbin ist anders. Es als Kleinstadt zu bezeichnen, wäre bereits maßlos übertrieben. Es ist ein Dorf, oder mehr noch eine kleine Community, etwa 300 km Inland von Byron Bay.

Das Besondere daran: Es handelt sich dabei um ein Hippiedorf, wahrscheinlich das letzte seiner Art.

Es gibt eigene Busunternehmen, die Tagestouren nach Nimbin anbieten, und diese finden bei den Urlaubern aus verschiedenen Gründen großen Anklang.

Manche scheinen tatsächlich nur daran teilzunehmen, um gewisse Einkäufe tätigen zu können. Andere, so wie wir, können einfach nicht gut dran vorbei, wenn irgendwas „anders“ als der Rest ist, und steigen schon aus reiner Neugier in den Bus.

Die Haupt- und einzige Straße in Nimbin entlang zu spazieren, dauert nicht länger als 20 Minuten. Die vielen Stops, die man machen muss, weil man von wildfremden Menschen angequatscht wird und auf offener Straße etwas zu rauchen angeboten bekommt, bereits mit eingerechnet. Auch Kekse, Kuchen und angeblich sogar Schokolade mit speziellen Zutaten kann man hier erwerben.

Ein Museum gibt es auch in Nimbin, das im Prinzip nichts anderes ist, als eine Anhäufung Überbleibsel aus den 60er Jahren, nett auf drei Räume verteilt. Im Hinterzimmer des Museums steht ein riesiger Tisch, auf dem ein beachtlicher Haufen Gras ausgebreitet ist, welches dort unter die Leute gebracht wird. Wir trauen unseren Augen kaum.

Schwieriger ist es da schon, irgendwo „normale“ Kleidung zu bekommen. Hosen und Röcke sind prinzipiell alle grellbunt, und man tut sich schwer, ein T-Shirt, oder eine Tasche zu finden, auf der kein Hanfblatt abgebildet ist. Auch werden Markennamen einfach den Gegebenheiten angepasst, und so wird aus „Billabong“ schnell mal „Bringabong“.

Hier ein Beispiel eines „Magnetshops“.

Insgesamt bleiben wir drei Tage in Nimbin. Wir nächtigen in einem Hostel, das sich Rainbow Retreat Backpacker nennt, und etwas ausserhalb der Stadt direkt im Urwald liegt. Vom Schlafzimmerfenster aus kann man abends den Kängurufamilien beim Essen zusehen, im Badezimmer kann man schon mal Bekanntschaft mit Spinnen machen, und irgendwo soll sich angeblich auch noch eine Python herumtreiben, die ich aber Gottseidank nie zu Gesicht bekomme. Wie in vielen anderen Hostels gibt es auch hier ein „Free Food Shelf“ auf dem man noch genießbares Essbares hinterlassen kann, das man nicht mehr in den Rucksack bringt, und von dem sich jeder nehmen darf, was er brauchen kann. Ratet mal, was wir dort finden? Richtig! Gras. Das Thema ist allgegenwärtig.

Die Hostelregeln besagen: Keine harten Drogen! Rauchen auf eigene Gefahr!

Nimbin ist wirklich anders.

Der Aufenthaltsraum des Hostels:

Da es hier nicht wirklich viel zu tun gibt, wenn man die Stadt und seine Kuriositäten schon mal gesehen hat, verbringen wir viel Zeit im Freibad oder mit den Nasen in unseren Büchern.

Für einen Tag wird O. von einem Landschaftsgärtner zum Arbeiten mitgenommen, und ich beschliesse, alleine in den Ort hinunter zu gehen und mir eine Möglichkeit zum Internetten zu suchen. Auf halber Strecke treffe ich auf einen sehr wahrscheinlich eingerauchten Bewohner Nimbins, der mich in ein Gespräch verwickelt und mir anbietet, mich zu begleiten. „No worries, I´m actually gay“ – „Keine Sorge, ich bin schwul“, erklärt er mir gleich mal, um nicht den falschen Eindruck zu erwecken. Den hätte ich aber sowieso nicht bekommen. Die Australier sind nun mal ein freundliches, gesprächiges Volk.

Wir plaudern über dieses und jenes und ich nutze die Gelegenheit um ihn zu fragen, wo es denn hier öffentliches Internet gäbe. Er zählt ein paar Möglichkeiten auf, und meint zum Schluss: „Achja, und die Bücherei, gleich da hinten!“

Ich blicke in die gezeigte Richtung, allerdings wird mir die Sicht von einem riesigen Truck versperrt, der neben der Straße parkt.

„Wie, hinter dem Truck?“ frage ich nach. „Nein, nein, nicht dahinter – DARIN!“

Nun gibt es zwar so etwas wie einen Bücherbus auch bei uns in Österreich, wie ich mittlerweile herausgefunden habe, nur kannte ich das bis dahin nicht. Ausserdem ist in Austalien ja alles ein wenig größer.

Fazit: Nimbin ist eine Reise wert. Auch, oder besonders dann, wenn man es nicht als reine Shoppintour oder Freak-Show betrachtet, sondern sich wirklich die Zeit nimmt, die Stadt und die Leute ein wenig auf sich wirken zu lassen.  Es hat Flair. Es hat Charakter. Und vor allem hat es Love and Peace und noch einige andere Dinge, von der wir auf dieser Welt ruhig mehr gebrauchen könnten.

Nimbin, Australien, März 2005

Verfasst von: reisenimkopf | Juli 8, 2008

Herzlich willkommen!

Ich grüße herzlichst alle Leser, die ihren Weg über Tina zu mir gefunden haben.

Macht es euch gemütlich, schaut euch ein wenig um, und kommt bald wieder!!! Ich freu mich über jeden von euch!

Ein neuer Artikel über Nimbin ist übrigens schon geschrieben, ich muss nur noch passende Fotos raussuchen

Verfasst von: reisenimkopf | Juli 4, 2008

Schon irgendwie witzig. Die Idee zu diesem neuen Blog entstand bei mir ja ganz spontan, und anfangs wusste ich auch noch nicht so recht, ob es überhaupt eine gute Idee war. Ob mir genug zu schreiben einfallen würde, ob ich meine Geschichten tatsächlich in Worte verpacken könnte und ob ich mir dann auch die Zeit für die Durchführung nehmen würde.

Mittlerweile ist es aber so, dass mir jedes Mal, wenn ich einen Eintrag fertig getippt habe, schon wieder zehn neue Erlebnisse durch den Kopf schießen, über die ich berichten könnte. Ich bin also positiv eingestellt, dass es hier in Zukunft noch mehr zu lesen geben wird.

Bleiben wir fürs erste doch noch ein wenig in Mombasa. Und heute gibt es auch mehr Bilder und weniger Worte. Versprochen!

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In unserem Hotel werden halbtägige City-Touren in die Stadt angeboten, und ich bin der Meinung, dass ich mir das nicht entgehen lassen kann, wo ich schon mal da bin. Meinen Mann interessiert die Stadt weniger, er bleibt lieber im Hotel am Pool. Auch gut, ich hab kein Problem damit, alleine zu fahren. Und wirklich alleine ist man ja nicht, in einem Bus voll mit anderen Urlaubern und zwei Bodyguards Reiseleitern, die einem zur Seite gestellt werden. Sogar, als ich kurz zum Bankomat muss, bekomme ich Begleitschutz mit auf den Weg. Ich frage mich immer wieder ob man als weiße Frau in dieser Stadt tatsächlich zur gefährdeten Spezies gehört, oder ob nicht vielleicht auch ein wenig übertrieben wird.

Die erste Station ist der Lebensmittelmarkt, und dort landen wir erst mal in einem Gewürzladen.

Diesen intensiven Geruch kann ich nicht mit Worten beschreiben, und versuche es daher auch gar nicht erst.

Fußball wird in diesem Land groß geschrieben, wie man leicht erkennen kann ;-)

Draußen auf der Straße sieht es dann so aus.

Wir als weiße Touristen werden natürlich sofort von allen Seiten belagert und bedrängt doch etwas zu kaufen. Das ist etwas, an das man sich erst mal gewöhnen muss. Mir gelingt es die ganzen zwei Wochen, die ich dort bin, nicht wirklich.

Eine der typischen Schubkarren, die man überall sieht:


Weiter geht es in eine muslimische Kirche, die man nur barfuss betreten darf, und in der fotografieren verboten ist. Ich habe keine Ahnung mehr, wie sie hieß, oder was das Besondere an ihr war, aber sie war schon beeindruckend.

Letzte Station dieses Ausflugs ist Fort Jesus, eine portugisiesche Festung aus dem 16.Jahrhundert. Auch dort bieten sich wieder einige sehr schöne Motive zum Fotografieren an:

Vor allem aber hat man von dort oben einen schönen Überblick über Stadt und Meer, den ich kurz sehr genieße, bevor wir wieder zum Bus zurückgepfiffen und ins Hotel gebracht werden.

Dort angekommen freue ich mich, dass mein lieber Mann schon einen Liegestuhl am Pool für mich reserviert habe und genieße den restlichen Tag im Schatten mit meiner Lektüre.

Kenia, Mombasa, November 2007

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